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DFG-Projekt SE 2027/1-1

Titel: The role of gut hormones and metabolic active brown adipose tissue on energy expenditure after obesity surgery

Gegenstand des Projektes

Einfluss von Inkretinen und metabolisch aktivem braunen Fettgewebe auf den Energiehaushalt nach bariatrischer Operation im Kleintiermodell. 

Zusammenfassung

Die Ausbreitung der Adipositas hat endemische Zustände erreicht und geht mit einer hohen Morbidität und Mortalität einher. Konservative Therapien zur Behandlung der morbiden Adipositas liefern bislang enttäuschende Resultate. Dagegen führt die bariatrische Chirurgie, insbesondere der Roux-en-Y Magenbypass (RYGB), sowohl zu einer Reduktion des Gewichts als auch der Adipositas-assoziierten Begleitmorbidität und ist derzeit die effektivste Behandlungsmodalität. Dies kann nicht nur durch Nahrungsrestriktion und Malabsorption erklärt werden. Einer der zugrunde liegenden Mechanismen ist eine veränderte Ausschüttung von gastrointestinalen Hormonen, die anorektische Kaskaden im Hypothalamus und Hirnstamm stimulieren, was gleichsam den Energiehaushalt beeinflusst.

Aktuelle Daten zeigen eine Steigerung von Grundumsatz und Thermogenese nach RYGB. Veränderte Inkretin-Level können den Energiehaushalt direkt oder über Aktivierung des symphatischen Nervensystems indirekt beeinflussen. Eine solche dauerhafte Aktivierung des Sympathikus führt zur Induktion und Hyperplasie des braunen Fettgewebes (BAT), das in metabolisch relevanten Mengen auch beim Erwachsenen vorkommt. Über spezifische Proteine (UCP-1) des braunen Fettgewebes wird die Thermogenese und somit ein Energieverbrauch induziert. Polymorphismen von UCP-1 im Menschen sind mit Stoffwechselstörungen, Adipositas und Typ 2 Diabetes mellitus assoziiert. Dies legt nahe, dass BAT eine wichtige Zielstruktur zur Behandlung der morbiden Adipositas ist.

Die geplanten Studien sollen Zusammenhänge zwischen gastrointestinalen Hormonen und dem braunen Fettgewebe mit dessen Einfluss auf den Energieumsatz im Kleintiermodell nach bariatrischer Operation aufdecken. Das Verständnis der physiologischen Veränderungen nach bariatrischer Chirurgie kann zur Entwicklung besserer konservativer Therapiestrategien und zur maßgeschneiderten Selektion adipöser Patienten für bariatrische Operationen führen.

 

 

Universitätsklinikum Würzburg
Chirurgische Klinik & Poliklinik
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